Ein Bericht des US-Senders NBC News legt nahe, dass die Angriffe von Iran auf US-Militärstützpunkte im Nahen Osten deutlich mehr Schaden angerichtet haben als zunächst bekannt. Besonders betroffen seien Einrichtungen in Jordanien, Kuwait, den Vereinigte Arabische Emirate und Saudi-Arabien.
Infrastruktur schwer getroffen
Dem Bericht zufolge wurden Start- und Landebahnen, Radarsysteme, Flugzeuge sowie Kommunikationsinfrastruktur gezielt angegriffen. Unter Berufung auf US-Beamte heißt es, die Reparaturkosten könnten sich auf bis zu fünf Milliarden US-Dollar belaufen.
Diese Einschätzungen stellen frühere Annahmen infrage, wonach die iranische Luftwaffe bereits zu Beginn des Konflikts weitgehend neutralisiert worden sei.
Angriff mit älterem Kampfflugzeug
Besondere Aufmerksamkeit erregte laut NBC News ein Angriff auf den US-Stützpunkt Camp Buehring in Kuwait.
Demnach soll Iran ein älteres Kampfflugzeug vom Typ Northrop F-5 eingesetzt haben – ein Modell, das ursprünglich in den 1950er-Jahren entwickelt wurde. Trotz seines Alters habe das Flugzeug die Luftabwehr durchdrungen und das Ziel getroffen.
US-Medien bewerten dies als „seltene“ Entwicklung, da es Berichten zufolge das erste Mal seit Jahren sei, dass ein feindliches Kampfflugzeug einen US-Stützpunkt direkt getroffen habe.
Taktische Überraschung
Experten zufolge nutzte Iran bei dem Angriff niedrige Flughöhen und ungelenkte Bomben, um moderne Luftverteidigungssysteme wie Patriot zu umgehen.
Dies zeige, dass nicht nur technologische Überlegenheit, sondern auch taktische Überraschung und Manövrierfähigkeit entscheidend sein können.
Symbolische Bedeutung
Analysten betonen zudem die symbolische Dimension des Angriffs. Die eingesetzten F-5-Flugzeuge wurden Iran ursprünglich in einer Phase enger Beziehungen mit den USA in den 1960er-Jahren geliefert.
Dass diese Maschinen noch heute im Einsatz sind und erfolgreich genutzt werden, könnte laut Beobachtern das Bild der uneingeschränkten Luftüberlegenheit der USA in der Region infrage stellen.
Fazit
Der Bericht unterstreicht, dass die militärischen Fähigkeiten Irans möglicherweise unterschätzt wurden. Gleichzeitig verdeutlicht er, wie asymmetrische Taktiken etablierte militärische Annahmen herausfordern können.


