Für die Präsidentin der Organisation für Frauenfreiheit im Irak (OWFI), Yenar Mihemed, wurde in Bern, der Hauptstadt der Schweiz, eine Gedenkveranstaltung abgehalten. Dabei wurde betont, dass der Kampf der Frauen weiter gestärkt werden müsse.
Für die am 2. März 2026 in Bagdad ermordete feministische Aktivistin Yenar Mihemed fand in Bern eine Gedenkveranstaltung statt. Die Veranstaltung, die unter der Leitung von OWFI und der Organisation Irakische Kommunistische Alternative in der St. Paul Kirche stattfand, wurde von zahlreichen kurdischen und schweizerischen Frauenaktivistinnen sowie Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen besucht.
Die Gedenkveranstaltung begann mit einer Schweigeminute. Anschließend wurde eine Video-Präsentation über das Leben von Yenar Mihemed gezeigt. Danach hielten im Namen verschiedener Organisationen Hakim Hutiti (PJAK Schweiz), Gülistan Sodun (PYD Schweiz), Xezal Taş (YJK-S), Cemal Koşişi (Irakische Kommunistische Alternative) und Casper (RKP) Reden.
In ihrer Rede betonte Xezal Taş, dass die Angriffe auf Frauen insbesondere im Nahen Osten zunehmend systematischen Charakter angenommen haben, und sagte:
„Wir sind heute nicht nur hier, um zu gedenken, sondern auch, um gemeinsam eine Barriere gegen die Angriffe auf Frauen zu errichten. Yanar Mohammed und alle Frauen, die in ihrem Namen zu Symbolen des Freiheitskampfes geworden sind, haben uns den Widerstand und die Organisierung als Vermächtnis hinterlassen. Als YJK-S sehen wir es als unsere grundlegende Aufgabe, dieses Vermächtnis zu verteidigen und weiter auszubauen.“
