In Deutschland haben Sicherheitsbehörden eine groß angelegte Operation gegen die Motorradgruppe Hells Angels gestartet. Bei dem Einsatz im Westen des Landes wurden mehr als 50 Objekte gleichzeitig durchsucht.
1.200 Polizisten im Einsatz
Nach Angaben des Bundesministerium des Innern beteiligten sich rund 1.200 Polizeikräfte an der Aktion. Die Razzien begannen in den frühen Morgenstunden gegen 04:00 Uhr und fanden in insgesamt 28 Städten statt. Auch Spezialeinheiten waren im Einsatz.
Ermittlungen wegen organisierter Kriminalität
Die Durchsuchungen richteten sich gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der Gruppierung. Wohnungen und Geschäftsräume wurden durchsucht.
Die Ermittlungen werden wegen Verdachts auf organisierte Kriminalität geführt. Zu den Vorwürfen zählen unter anderem:
- Bildung einer kriminellen Vereinigung
- Mitgliedschaft in einer solchen Organisation
- Erpressung unter Anwendung von Gewalt
Ermittlungen aus Nordrhein-Westfalen gesteuert
Die Untersuchungen werden von der Polizei in Düsseldorf sowie der Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität in Nordrhein-Westfalen geleitet.
Starke Präsenz in Nordrhein-Westfalen
Deutschen Medien zufolge verfügen die Hells Angels insbesondere in Nordrhein-Westfalen über eine starke Struktur. Die Zahl der Mitglieder in dem Bundesland soll zuletzt auf etwa 469 gestiegen sein.
Eine der größten Operationen
Das Innenministerium bezeichnete den Einsatz als eine der größten Maßnahmen gegen Motorradclubs in der deutschen Geschichte. Die Ermittlungen dauern an.


