In Deutschland ist der Fall der 1993 verschwundenen Azime Şişek nach mehr als drei Jahrzehnten erneut in den Fokus gerückt. Die Behörden im Bundesland Hessen haben eine neue Untersuchung eingeleitet und bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe.
Neue Ermittlungen im Fall Azime Şişek
Die Staatsanwaltschaft in Gießen und die Polizei Mittelhessen gaben am 28. April bekannt, dass die Ermittlungen im sogenannten Cold Case wieder aufgenommen wurden. Ziel ist es, das Schicksal der seit 1993 vermissten Frau endlich aufzuklären.
Im Zuge der neuen Ermittlungen wurden zwei Objekte in Limeshain und Ortenberg durchsucht. Diese Orte stehen im Verdacht, eine Rolle im Verschwinden von Şişek gespielt zu haben.
Vermisstenfall mit Verbindungen zur Türkei
Azime Şişek, geboren 1969, reiste im August 1993 aus der Türkei nach Deutschland. Laut Polizei geschah dies im Zusammenhang mit einem Heiratsversprechen.
Am 10. September 1993 schickte sie ihrer Familie einen Brief – das letzte bekannte Lebenszeichen. Erst im September 1995 meldete die Familie sie offiziell als vermisst.
Widersprüchliche Aussagen und Mordverdacht
Bereits in den ersten Ermittlungen gab es widersprüchliche Aussagen von Zeugen. Diese nährten den Verdacht, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handeln könnte. Dennoch blieb der Fall ungelöst und wurde 1998 eingestellt.
Die aktuellen Durchsuchungen richteten sich nicht gegen die heutigen Bewohner der Objekte. Sie gelten laut Polizei ausdrücklich nicht als Tatverdächtige.
Bisher keine neuen Funde
Auch nach den jüngsten Suchmaßnahmen konnten keine sterblichen Überreste oder entscheidenden Hinweise gefunden werden. Die Ermittlungen laufen jedoch weiter.
Polizei ruft zur Mithilfe auf
Die Polizei in Friedberg bittet Zeugen, die Informationen über Azime Şişek oder mögliche Tatverdächtige haben, sich zu melden. Hinweise können telefonisch oder per E-Mail übermittelt werden und werden auf Wunsch vertraulich behandelt.
Hoffnung durch moderne Forensik
In Hessen gibt es zahlreiche ungeklärte Mordfälle. Ermittler setzen heute verstärkt auf moderne Methoden wie DNA-Analysen, um auch Jahrzehnte alte Verbrechen aufzuklären.
Fazit
Der Fall Azime Şişek zählt zu den rätselhaftesten Vermisstenfällen in Deutschland. Die Wiederaufnahme der Ermittlungen gibt Anlass zur Hoffnung, dass nach 33 Jahren endlich Klarheit geschaffen werden kann.


