EU verzeichnet Rekord bei Migration: 64,2 Millionen im Ausland Geborene – Asylanträge sinken deutlich
Die Zahl der im Ausland geborenen Menschen in der Europäische Union hat 2025 einen historischen Höchststand erreicht. Gleichzeitig ist die Zahl der Asylanträge deutlich zurückgegangen – ein Trend, der neue Fragen zur Dynamik der Migration aufwirft.
Rekordwert bei ausländischer Bevölkerung
Laut einer Studie der Rockwool Foundation lebten 2025 rund 64,2 Millionen im Ausland geborene Menschen in der EU. Damit wurde ein neuer Rekord erreicht. Noch im Jahr 2010 lag diese Zahl bei etwa 40 Millionen.
Der Anstieg zeigt, wie stark Migration die Bevölkerungsstruktur Europas in den vergangenen 15 Jahren verändert hat.
Deutschland bleibt wichtigstes Zielland
Deutschland bleibt das wichtigste Zielland innerhalb der EU. Dort leben rund 18 Millionen Menschen, die im Ausland geboren wurden. Etwa 72 Prozent von ihnen sind im erwerbsfähigen Alter.
Auch Spanien rückt zunehmend in den Fokus: Die Zahl der Migranten stieg dort um rund 700.000 auf insgesamt 9,5 Millionen – der stärkste Zuwachs innerhalb der EU.
Kleinere Staaten wie Luxemburg, Malta und Zypern verzeichnen gemessen an ihrer Bevölkerungsgröße ebenfalls hohe Zuwächse.
Deutlicher Rückgang bei Asylanträgen
Trotz steigender Migration ist die Zahl der Asylanträge gesunken. Laut Daten von Eurostat wurden 2025 rund 669.400 Erstanträge registriert – ein Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die meisten Anträge wurden in folgenden Ländern gestellt:
- Spanien
- Italien
- Frankreich
- Deutschland
Diese vier Staaten vereinen rund drei Viertel aller Asylanträge in der EU.
Unterschiedliche Herkunftsländer
Die Herkunft der Asylsuchenden variiert stark je nach Zielland. Während in Deutschland viele Antragsteller aus Krisenregionen wie Syrien und Afghanistan kommen, stammen Antragsteller in Spanien häufig aus Lateinamerika.
Experten sehen darin einen Hinweis auf unterschiedliche Migrationsrouten und politische Einflüsse.
Migration bleibt zentrales Thema
Die aktuellen Zahlen zeigen ein komplexes Bild:
- Migration insgesamt nimmt zu
- klassische Asylanträge gehen zurück
- regionale Unterschiede werden größer
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Migration nach Europa weiterhin stark von globalen Krisen, wirtschaftlichen Faktoren und politischen Entscheidungen geprägt wird.
Fazit
Die EU steht vor einer neuen Phase der Migration: Während die Gesamtzahl der Zuwanderer steigt, verändert sich die Struktur der Migration deutlich. Für Politik und Gesellschaft bedeutet das, neue Strategien im Umgang mit Migration, Integration und Arbeitsmarkt zu entwickeln.


